Wer bekommt denn jetzt schon kalte Füße?!

 

Wer auf der Donau fahren möchte, braucht einen Sportbootführerschein. Die Prüfung dazu hat unser Floßkapitän Matthias im März erfolgreich bestanden. Ihr kennt das ja noch vom Autoführerschein – sobald man den Lappen hat, möchte man Gas geben. In und um Berlin gibt’s dazu unzählige Seen und Gewässer. Da für das Wochenende gutes Wetter vorhergesagt war, haben wir den druckfrischen Führerschein, Grillgut, kalte Getränke und Matrosen-Outfits eingepackt und sind zum Müggelsee gefahren.

Müggelsee Matrosen
Willkommen an Bord

Unter dem aufmerksamen Blick des freundlichen Bootverleihers von Spreepoint (empfehlenswert!) und dem Erwartungsdruck der befreundeten Passagiere steht die erste Feuerprobe an – rückwärts ausparken zwischen teuren Booten. Nach den ersten erfolgreichen Metern weicht die allgemeine Anspannung der allseitigen Entspannung auf den gepolsterten Lounge-Möbeln an Bord. Wir alle kommen schnell auf den Floß-Geschmack selbst wenn es auf der Donau weniger Luxus geben wird.

Freizeit-Matrosen auf dem Floß
Wochenend-Überraschung für unsere Freunde, die wir am Park abgeholt haben. Danke SpreePoint Berlin für das tolle Floß!

Vorbei an der schönen Köpenicker Altstadt und raus in die Natur. Umgeben von Wasser tauschen wir Beton und Verkehrsgeräusche gegen Bäume und Vogelgezwitscher. Es ist erstaunlich wie schnell man von der Metropole in die Ruhe entfliehen kann. Unter Freizeitkapitänen grüßt man sich freundlich. Als uns ein größeres Boot überholt und die beiden Kapitäne mittleren Alters breit lächeln, freuen wir uns und winken in den Wellen schunkelnd zurück. Die Besatzung vom vorderen Sonnendeck schreit plötzlich auf und wir bemerken viel zu spät, dass wir ins Kielwasser des großen Boots geraten sind. So was lernt man im Bootsführerscheinkurs halt nicht. Wenigstens ist das halbe Deck frisch abgespült, allerdings auch drei Paar Schuhe und Hosen mit den dazugehörigen Füßen und Hintern.

Kapitänin am Steuer
Als Ruderführer braucht man keinen Führerschein, aber das richtige Outfit

Zeit für unsere Grillpause in einer ruhigen Bucht. Es gibt sogar einen Steg an dem die frisch gelernten Knoten praktisch zum Einsatz kommen. Mit dem Lotus-Grill mit eingebautem Gebläse (inkl. vom Bootsverleih, ebenfalls sehr zu empfehlen) werden die Würstchen schnell knusprig und später die Socken wieder trocken. Gesättigt und entknotet fahren wir unsere Schleife durch Seen und Kanäle weiter.

Jeder hat mal die Kapitänsmütze aufgesetzt, das Floß gesteuert und die erste Erfahrungen für die Donau gesammelt. Viel zu schnell geht’s über den Müggelsee zurück mit einem herrlichen Sonnenuntergang vor uns und einen spannenden Tag in der Natur hinter uns.

Teambild, unsere Floß Mannschaft
Grillpause beim Berlin-Floß-Cruisen

Auch wenn das Boot luxuriös und die Müggelspree nicht die Donau ist, träumt die Crew schon vom Sommer-ad(d)venture und lässt sich die verdiente reichhaltige Donauwelle schmecken (mehr dazu beim nächsten Mal!). Bis zu unserer Donau-Floß-Tour werden wir auf Berliner Gewässern noch einige Kilometer und Kalorien bewältigen.

Wir freuen uns auf Eure Empfehlungen!