LEJOG – die letzte Woche

Und plötzlich war alles vorbei! Nicht nur meine dritte Woche auf der Straße, sondern auch mehr als 1.000 Meilen und mein gesamtes Land’s End bis John O’Groats Fahrradabenteuer. Die letzten fünf Tage waren durch das zunehmend schlechtere Wetter besonders herausfordernd, aber es gab auch fantastische Landschaften, tolle Hilfsbereitschaft und wundervolles Radeln. Ich werde in den kommenden Wochen noch mehr über verschiedene Aspekte der Fahrradtour schreiben, hier gibt es schon einmal die Höhe- und Tiefpunkte meiner fast 270 Meilen durch durch die schottischen Highlands.

 

Aida mit Ben Nevis im wolkigen Hintergrund
Aida mit Ben Nevis im wolkigen Hintergrund

Die Höhepunkte: Den Glencoe-Pass in üblem Unwetter zu erobern. Das wunderbare Personal des Glencoe-Besucherzentrums, das sich großzügig um mich gekümmert, mich gefüttert und aufgewärmt hat nach der eiskalten Abfahrt durch Glencoe.

glencoepass
Klitschnass aber trotzdem lächelnd durch Glencoe!

Die spektakuläre Aussicht von General Wade’s Military Views an der Südseite von Loch Ness.

Zum Glück hat eine der größten Aufstiege der gesamten Tour auch eine der besten Aussichten!
Zum Glück hat einer der größten Aufstiege der gesamten Tour auch eine der besten Aussichten!

Die Übernachtung auf dem sehr freundlichen, schön gelegenen und treffend benannten Loch Ness Shores campsite. Die Einkehr im Crask Inn, das zu Recht legendär auf der Route ist.

Wieder nass und kalt, war ich sehr froh hier einzukehren!
Wieder nass und kalt! Ich war sehr froh hier einzukehren!

Das inspirierende, herzliche und lustige Team von “3 legs, 2 bikes, 1 piano” zu treffen. Es hat meine Beschwerden relativiert zu sehen, dass jemand dieselbe Route mit nur einem Bein radelt! Mich selbst mit einer Übernachtung im Bettyhill Hotel zu belohnen – nettes Personal, gutes Essen, fantastischer Ausblick und vor allem ein warmes und trockenes Zimmer für die Nacht.

Der Wind hat mich die letzten sieben Meilen fast durchgepustet
Der Wind hat mich die letzten sieben Meilen fast durchgepustet

Sonnenschein und Rückenwind an meinem letzten Tag – soooo flott!

Geschafft! Das best Gefühl der Welt!
Geschafft! Das beste Gefühl der Welt!

Und natürlich das größte Highlight: John O’Groats erreichen!!! Ein absolut überwältigendes und unglaubliches Gefühl tatsächlich das zu vollenden, was ich begonnen hatte: Alle möglichen physischen und mentalen Herausforderungen unterwegs zu überwinden und 1.045 Meilen geradelt zu sein. Ich bin von Gefühlen überschüttet zum berühmten Wegweiser gerollt, habe mein Fahrrad abgestellt, mich auf den Boden gelegt und habe vor Erleichterung und Glück geweint. Nachdem ich mich meinen Emotionen hingegeben habe, habe ich ein riesiges Eis verputzt und habe mich bei einigen Tassen Tee mit drei anderen Radlern, die kurz nach mir ankamen, an meiner Leistung geweidet.

Der schönen Sonnenuntergang am letzten Abend
Der schöne Sonnenuntergang am letzten Abend

Natürlich gab es in den letzten fünf Tagen nicht nur Sonnenschein und Rückenwind, sondern auch diese Tiefpunkte: Eine Unterkühlung bei der Abfahrt vom Glencoe-Pass zu erleiden. Stürme, die mich von der Straße gewischt haben.

Das Wetter lässt viel zu wünschen übrig ...
Das Wetter lässt viel zu wünschen übrig …

Zwei Tage lang von Loch Ness bis Bettyhill durch unablässigen Regen und Wolken fahren. Der unter Wasser stehende und gespenstische Zeltplatz in Lairg (obwohl es gute heiße Duschen und einen Wäschetrockner gab!). Ein Platten am Ende eines langen und sehr nassen Tages. Ein weiterer Platten an meinem letzten Tag.

Platten-Reparatur in einer regengeschutzten Scheune
Platten-Reparatur in einer regengeschützten Scheune

Wie schwer das nasse Zelt sein kann. Regen. Mein Abenteuer zu beenden und mit dem Zug zurück zur Realität zu fahren. Aber ich bin sicher es dauert nicht lange bis zum nächsten!

Am Ende der Straße
Die Reise geht zu Ende

Ich habe viele wunderbare Menschen getroffen und die Unterstützung meiner Freunde und Familie war phänomenal. Lieben Dank an alle, die mir geholfen haben meinen Traum zu verwirklichen! Ich habe fast 700 Pfund (knapp 1.000 €) für Leukaemia & Lymphoma Research gesammelt und jede einzelne Spende hat mir ein Lächeln und zusätzliche Kraft zum strampeln beschert. Euch allen vielen Dank dafür!

Jetzt bin ich wieder Zuhause in Berlin und muss mich nur noch um den Wäscheberg und hunderte von Fotos kümmern. Und auch wieder arbeiten! Ich melde mich bald mit mehr Geschichten von unterwegs zurück!

Dieser Beitrag wurde auf Englisch von Sarah geschrieben und auf Deutsch übersetzt von Matthes. Hier findest Du den originellen englischen Text.

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