2.500km Flitterwochen-Safari im Schnelldurchlauf

Als wir das letzte Mal hier gepostet haben, sind wir gerade von unserer Anhalter-Flitterwoche zurückgekehrt und haben noch von einem Ohr bis zum anderen gegrinst. Direkt nach der Hochzeit zu starten war traumhaft. So konnten wir das “just married”-Gefühl weiter auskosten. Da wir alle Vorbereitungsenergie in die Hochzeit gesteckt haben, kam uns die flotte Flitterwoche entlang schöner und abenteuerlicher Erinnerungen recht. Als es dann an die Planung der “großen Flitterwochen” ging, fiel uns auf, dass wir uns mit einer “normalen” Urlaubsplanung nicht wirklich auskennen. Wie wählt man das genaue Reiseziel, Aktivitäten, Restaurants und Hotels wenn quasi die ganze Welt offen steht? Wir haben uns für Südafrika entschieden, weil es eine spannende Mischung aus urbanem Leben, Tieren in wilder Natur, Bergen, Wüsten, Ozeanen und Abenteuern bietet. Ein “Road Trip” im Campingbus hat den Vorteil, dass wir uns nicht vorab um viele Unterkünfte kümmern brauchten. Also haben wir Flüge nach Johannesburg und ab Kapstadt und Hotels in beiden Städten gebucht. Alles andere würden wir unterwegs spontan regeln…

Unsere gut zwei Wochen in Südafrika waren so prall gefüllt mit Eindrücken und Erlebnissen, dass es Monate dauern würde alles zu beschreiben (vielleicht wenn die Corona-Ausgehbeschränkungen noch länger andauern…). Stattdessen gibt es hier die Höhepunkte der einzelnen Reiseabschnitte (frei nach Rudi Carrell’s Herzblatt “Wir haben die beiden nach ihrer Rückkehr getrennt voneinander befragt”) und unsere Lieblingsfotos. Los geht’s!

Antworten von Sarah sehen so aus und die von Matthes sehen so aus.

Johannesburg

Wo/wie lange: 2 Nächte in Maboneng
Am abenteuerlichsten
Sarah: Raus aus dem Flugzeug – rein ins Abenteuer. Jetzt fängt es wirklich an!
Matthes: Unsere Tour durch Soweto mit einem ehemaligen Einwohner. Es war spannend zu sehen, wie sich die Menschen selbst organisieren und z.B. eine Kita betreiben.
Am leckersten
S: Toasted banana bread! Das könnte ich zu jedem Frühstück verputzen.
M: Dattel-Tahini-Banane-Smoothie bei Uncle Merv’s, Lammkoteletts bei Pata Pata
Beste Überraschung
S: Die Hotelsuite war echt cool mit riesigem Panoramafenster, Raum-im-Raum-Dusche und Doppel-Doppelbett!
M: Der herzliche, familiäre Kiez Maboneng mit seinen Nischen voll Leckereien, Künstlern, Musik. Das Panorama von unserem 4m breiten Bett im tollen 12 Decades.
Höhepunkt
S: Die Tour durch Soweto (South-west township) – ein eindrucksvolles Erlebnis, bei dem wir viel zur Geschichte des Landes und zur aktuellen Lebenssituation gelernt haben
M: Im Apartheid-Museum mehr über die auch jüngste, bewegte Geschichte des Landes sehen, lesen, erleben.

Beim Little Rose Kita in Soweto

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Wandern

Wo/wie lange: 2 Sonnenaufgänge in den Drakensbergen
Am abenteuerlichsten
S: Mit dem Camping-Bus die “Straße” zum Start der Wanderung bewältigt. Dort hatten alle anderen Fahrzeuge außer unserem Van aus gutem Grund einen Allradantrieb!
M: Abgelegene Gipfel mit wilden Zebras & Co. Die Kettenleitern hochklettern zu traumhaften Wasserfällen.
Am leckersten
S: Frühstück im Campingbus, mit Blick auf den Sonnenaufgang über dem Golden Gate Park
M: Camping-Dinner: Thunfisch-Pasta unter der Milchstraße
Beste Überraschung
S: Als wir im Golden Gate Park den Berggipfel erreichten und zahlreiche Zebras und Wildebeest überraschten, die im dahinterliegenden Tal grasten
M: Wie schnell ein verlorenes Ersatzrad wieder montiert werden kann. Danke an die drei Wanderer, die wir mit zurück zu ihrem Township genommen haben.
Höhepunkt
S: Am oberen Ende der Tugela Falls (zweithöchster Wasserfall weltweit) die atemberaubende, weite Aussicht auf uns wirken lassen.
M: Mit dem Campervan über die Offroad-Strecke bis zum Einstieg zu den Tugela Falls.

Nach den Kettenleitern

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Mountain Zebra und Addo Elephant Nationalpark

Wo/wie lange: 5 lange Tage mit Safari-Cruisen vom ersten bis zum letzten Tageslicht
Am abenteuerlichsten
S: Die Aufregung bei jeder Safari-Fahrt im Morgengrauen, immer darauf gefasst hinter dem nächsten Busch ein Tier zu entdecken.
M: Unser Jurassic Park-ähnliches Zeltcamp mitten im Addo Elephant Park, das wir fast für uns alleine hatten
Am leckersten
S: Steaks und “Smores” (und wir wollten s’more) auf unserem Grill im Camp im Addo Elephant Park
M: Selbst-gemachtes englisches Frühstück mit Wasserloch-Aussicht.
Beste Überraschung
S: Am Wasserloch-Guckloch von unserem Camp mit unserem zweiten Frühstück (Eier und Bohnen) „Ist das dort eine Schildkröte oder ein Felsen, den wir vorher nicht gesehen haben?“ – „Nein, warte. Da ist eine zweite, definitiv Schildkröten.” – “Hey, wo sind die beiden hin?”
M: 1. Eine Tankanzeige unter Null, wenn man mit einem ¾ vollen Tank in den Park gefahren ist. Beim Safari-Cruisen gibt es immer noch einmal einen Extraschlenker, den man noch fahren kann. Im Notfall hätten wir eine Zebrakutsche gebastelt.
2. Zebras mögen unseren Camper-Van. Ob das an den Graffiti-Streifen lag
Höhepunkt
S: Fünf Löwen zu folgen, das Rudel zu finden und 20 Löwen dabei zu beobachten wie sie stundenlang um unser Auto herum spielen und in der Sonne liegen.
M: Mitten in einem Rudel von 20 Löwen, wir wussten gar nicht aus welchem Fenster wir schauen sollten.

Vorsicht vor den Löwen!

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Garden Route

Wo/wie lange: 4 Tage vom Port Elizabeth nach Kapstadt
Am abenteuerlichsten
S: Paddeln im Wilderness-Nationalpark – im Kanu erinnere ich mich immer an einen unserer ersten gemeinsamen Urlaube.
M: Beim Cap Agulhas bei den ersten Sonnenstrahlen in die Wellen springen. Erfrischend, aber ein grandioser Start in den Tag.
Am leckersten
S: Milkshakes und sandwiches in  The Blue Shed in Mossel Bay
M: Hand-gemachte Coffee-Biscuits (eine ideale Road-Trip-Nascherei)
Beste Überraschung
S: Wie klein ich im Vergleich zu einem 1.000 Jahre alten Baum bin (in Ordnung, das sollte mich nicht wirklich überraschen).
M: Der Vorteil am Camper-Van war, dass wir uns nicht vorab um Unterkünfte gekümmert haben. Manche stellten sich vor Ort als verwaist heraus oder – zum Ende hin – wurden wegen Corona geschlossen. Für das Weitersuchen wurden wir im liebevollen (Hostel 55 knots) mit Top-Service und auf dem Ebb + Flow Nationalpark Campingplatz mit dem weichesten Rasen belohnt.
Höhepunkt
S: Zum Sonnenaufgang am Kap Agulhas in den Indischen Ozean und am Nachmittag in den Atlantischen Ozean eintauchen.
M: Zum Sonnenuntergang ein Trike am Himmel entdecken und am nächsten Morgen selbst mit dem Ultraleicht über Delfine zu fliegen. Traumhaft!

Ausblick von unserem Strandhäuschen

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Kapstadt

Wo/wie lange: 4 Nächte im “The Backpack”
Am abenteuerlichsten
S: Den Tafelberg erklimmen und den Gipfel fast für uns alleine haben, weil die Seilbahn außer Betrieb war.
M: Nach dem steilen 2,5 Stunden Aufstieg zum Tafelberg-Gipfel bei sonnigem Panorama das Gipfelkreuz-Hot Cross Bun genießen und kurz danach von den Wolken verschluckt werden.
Am leckersten
S: Frühstück im The Goatshed auf dem Weingut Fairview
M: Winelands-Schlemmer-Tag mit Ziegenkäse-Frühstück, Eis und Weinverkostung
Beste Überraschung
S: Zwei Tage früher auszureisen als geplant und schließlich nach neun Stunden warten ins Flugzeug gelassen werden.
M: Die negative Überraschung war, dass der Flugverkehr früher eingestellt wurde als angekündigt und mehrere unserer Flüge nach und nach storniert wurden.
Die positive Überraschung war, dass wir nach einem nervenzehrenden Tag am Flughafen als so ziemlich letzte Nachrücker noch das Land verlassen konnten. Danke Qatar Airways!
Höhepunkt
S: Den Tag damit zu verbringen in den Winelands verschiedene Anwesen zu besuchen und überall köstlich zu essen und zu trinken.
M: Dank unserem Tourguide Frl. Lisa die Stadt aus lokaler Perspektive erkunden, von der Waterfront bis zu den Winelands, vom Kiez bis zur selbstgemachten Pasta.

Wilkommen in Kaptstadt

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Vielen Dank an alle, die zu unserem unvergesslichen “honeymoon” beigetragen haben!

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